Klimatelegramm JUNI 2026

ANSBACH (Hans-Martin Goede) – Der Juni 2026 wird in die Ansbacher Wetterannalen eingehen. Trotz einer kurzen Schafskälte vom 9. bis 12. Juni war die ab dem 18. Juni bis Monatsende anhaltende Hitzewelle so extrem, dass der Juni 2026 den bisherigen Rekordhalter 2003 nur knapp verfehlte. Neun der zehn wärmsten Juni-Monate seit Aufzeichnungsbeginn 1879 in Ansbach traten bereits im 21. Jahrhundert auf.

Die Tagesmitteltemperatur der elftägigen Hitzewelle (18.–28. Juni) war um 1,6 Grad wärmer als der bisherige Rekord aus dem August 2003. Die mittlere Monatstageshöchsttemperatur lag um 0,1 Grad über dem Rekord von 2003, die mittlere Monatstagestiefstemperatur ist die höchste seit Aufzeichnungsbeginn 1879.

Gleich mehrfach gebrochen wurde der bisherige Juni-Temperaturrekord von 36,1°C (19. Juni 2022): Vom 25. bis 28. Juni wurden 36,2°C, 37,3°C, 38,1°C und 37,5°C gemessen. Mit 12 heißen Tagen (ab 30°C) wurde ein weiterer neuer Rekord aufgestellt – der bisherige lag bei 8 Tagen (1885).

Auch wenn es an 15 Tagen in Ansbach (leichte) Regenfälle gab – es kam nicht mal die Hälfte des langjährigen Vergleichwertes zusammen.

Ursache für die extreme Hitze war ein kräftiges Hochdruckgebiet („Hartmut“) über Zentraleuropa, das heiße Saharaluft nach Mitteleuropa lenkte und einen sogenannten „Heat Dome“ aufbaute. In Frankreich wurden bis zu 43,8°C gemessen, in Deutschland bis zu 41,8°C.