Klimatelegramm Mai 2019

Nach dem anhaltenden Landregen am 20./21. Mai schwoll der Pegel auf 239 Zentimeter an, die Meldestufe 1 (220 cm) wurde nur knapp überschritten, die Rezatparkplätze standen in der Nacht zum 22. Mai nur kurzzeitig leicht unter Wasser. Foto: Jürgen Grauf
Nach dem anhaltenden Landregen am 20./21. Mai schwoll der Pegel auf 239 Zentimeter an, die Meldestufe 1 (220 cm) wurde nur knapp überschritten, die Rezatparkplätze standen in der Nacht zum 22. Mai nur kurzzeitig leicht unter Wasser. Foto: Jürgen Grauf

ANSBACH (hmg) – Nix Hochsommer mitten im Mai wie noch vor einem Jahr in Ansbach. Heuer war Zähneklappern angesagt! Die “Eisheiligen” hatten die komplette erste Monatshälfte fest im Griff, so kalt war keine erste Monatshälfte mir in Mittelfranken seit 1991 bzw. 1984. Dazu gab es sogar fünf Frosttage – seit 1947 die Wetteraufzeichnungen nach dem zweiten Weltkrieg in Ansbach wieder aufgenommen wurden, gab es das zu dieser Jahreszeit nur noch 1957. Auch gab es erstmals seit 2013 in einem “Wonnemonat” keinen “Sommertag” (25°C und mehr) in Ansbach – das kommt im Schnitt nur alle sechs Jahre vor, die Statistik wurde damit jahresgenau erfüllt.

Es war nicht nur kühl, sondern auch etwas zu nass – wenngleich die Niederschläge nur wenig überdurchschnittlich fielen. Den massivsten “Batzen” an Nass von oben brachte Italientief “Axel” am 20./21. Mai, als binnen 48 Stunden in der Region 49 bis 59 Liter Regen fielen. Da aber die Böden durch 2018 und den trockenen Februar wie April sehr ausgetrocknet waren, nahmen die Böden die Regenmengen dankend auf und an der Rezat gab es nur ein schwaches wie kurzzeitiges Hochwasser (siehe Foto). In “normalen” Durchschnittszeiten wäre bei den Regenmengen ein weitaus heftigeres Hochwasser durchaus normal gewesen.

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