ANSBACH (Hans-Martin Goede) – Der Dezember verlief, eigentlich fast erwartungsgemäß, in und um Ansbach sehr warm. Vor allem vom 1. bis zum 22. Dezember war es fast durchwegs zu warm, teils extrem warm – so warm wie sonst nur noch im Dezember 2015 und 1934. Doch ab dem 23. Dezember wurde es langsam kälter – das Jahr 2025 schloss an Silvester mit -11,6°C mit dem frostigsten Jahresende seit 1996 (-11,9°C) ab. Am Ende lag der Dezember auf Platz 26 der wärmsten Christmonate seit Aufzeichnungsbeginn 1879.
Und obwohl es so viel Nebel in einem Dezember gab wie seit 2016 nicht mehr – die Sonne konnte sich häufig durchsetzen, vor allem zum Jahresende hin ab dem 25. Dezember.
Die wiederholten Hochdruckwetterlagen sorgten auch dafür, dass der Dezember so trocken ausfiel wie seit 2016 nicht mehr, auch gab es so wenig Niederschlagstage (ab 0,1 mm) wie seit 1975 nicht mehr. Es gab sogar so wenig „nasse Tage“ (ab 1 mm) wie seit 1963 nicht mehr. Zudem war es der schneeärmste Dezember seit 2018 bzw. 2016 (ebenfalls nur einen Tag mit 0 cm Schneehöhe wie 2025). Komplett schneefrei war der Dezember 2015.
Jahr 2025 viel zu warm und zu trocken
Das Jahr 2025 war in Ansbach das achtwärmste seit Aufzeichnungsbeginn 1879. Nur 2024, 2023, 2022, 2020, 2018, 2015 und 2014 verliefen noch wärmer als 2025. Nach 2024 gab es zusammen mit 2022 die meisten „milden Tage“ (ab 10°C) seit Meßbeginn. Auf Basis der Klimareihe 1991 bis 2020 waren in Ansbach im vergangenen Jahr immerhin drei Monate marginal zu kühl (Februar, Mai und November), alle anderen Monate waren zu mild, extrem warm war der Juni (es war der drittwärmste seit Aufzeichnungsbeginn 1879 überhaupt). Die heißesten Tage des Jahres waren in Ansbach der 1. und 2. Juli mit jeweils 35,7°C, auch am 15. August wurde mit 35,2°C nochmals die 35-Grad-Marke geknackt. Am kältesten war es 2025 in Ansbach am 23. November mit minus 12,3°C, es war in Ansbach zugleich die tiefste Novembertemperatur seit 1989.
Des weiteren war es sehr trocken – ohne den extrem nassen September wäre es das trockenste Jahr seit 2003 geworden. Netter Nebeneffekt der vielen trockenen Tage in 2025: Die Sonne schien mit rund 2100 Stunden so viel wie selten zuvor in Mittelfranken und liegt nur knapp hinter den Rekordhaltern 2022, 2018 und 2003. Auch gab es kaum Dauerfrost, es war zudem so windarm wie seit 2014 nicht mehr.
