Rekorddauerregen am 25./26. Juli 2017

grau - kalt - nass...
grau – kalt – nass…

ANSBACH (hmg) – Waren die ersten drei Wochen des Juli 2017 noch überwiegend freundlich, wiederholt gar sommerlich warm, teils sogar heiß (bis zu 32,8°C am 19. Juli in Ansbach), sorgte das Regentief ALFRED am 25./26. Juli in der Rezatstadt nicht nur für Herbststimmung (am Dienstag betrug die Höchsttemperatur gerade mal 14,9°C und lag damit sogar unter der für viele Menschen sensiblen Marke von 15 Grad), sondern auch für anhaltenden Dauerregen. So fielen vom 25. mittags bis zum Morgen des 26. Juli an der Wetterstation in Schalkhausen zwischen den meteorologisch relevanten Meßterminen stolze 47,2 Liter Regen, also in nicht einmal 20 Stunden. Bis heute 15 Uhr addierte sich die Regenmenge an der Wetterstation bei anhaltendem Regen bereits bis 69 Liter Niederschlag auf. In der Summe kann der Juli 2017 bereits deutlich mehr als 100 Liter Niederschlag aufweisen und wird daher sehr nass ausfallen.

Seit die Wetteraufzeichnungen nach dem zweiten Weltkrieg im Sommer 1947 in Ansbach wieder aufgenommen wurden, gab es im Stadtgebiet in diesen 70 Jahren nur zwei weitere Julitage, an denen es noch mehr regnete als heuer: Am 9./10. Juli 1954 bescherte Dauerregen binnen 24 Stunden 64,1 Liter (binnen 48 Stunden waren es sogar 99,0 Liter). Am 21. Juli 1992 sorgte der heftigste Gewittersturm der Ansbacher Wettergeschichte neben rund 150.000 Festmeter Sturmholzschaden (und damit mehr als beim Orkan Wiebke am 1. März 1990) für satte 75,3 Liter Regen. Den absoluten Tagesrekord in Ansbach hält aber das Unwetter vom 29. Juli 1941, als in Ansbach-Pfaffengreuth binnen 24 Stunden stolze 103,5 Liter Regen gemessen wurden. Damals stand die Ansbacher Innenstadt unter Wasser.

 

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